Leiterin Internationale Kommunikation Alptransit

Als eines von vielen Rädern die Verfassung umsetzen

Doris Holzer

Sie ist Leiterin der Internationalen Kommunikation Alptransit im Bundesamt für Verkehr (BAV) und mitverantwortlich, das Verständnis für die Verkehrsverlagerungspolitik der Schweiz in den Ländern entlang des Nord-Süd Güterverkehrskorridors in Europa zu fördern. Ein Porträt über Doris Holzer.

Doris Holzers bisherige berufliche Laufbahn verlief abwechslungsreich: Nach dem Abschluss einer kaufmännischen Lehre und Berufserfahrungen in verschiedenen Branchen erlangte sie an der Berner Fachhochschule den Abschluss als Betriebsökonomin FH. Seit 2006 arbeitet sie im Bundesamt für Verkehr, wo sie anfangs für die Erstellung des Standberichts über die Neue Eisenbahn Alpentransversale (NEAT) zuständig war.

Zwei Jahre später wurde Doris Holzer Leiterin der Internationalen Kommunikation Alptransit. «Die Schweizer Verkehrspolitik verfolgt den Grundsatz, den Güterschwerverkehr von der Strasse auf die Schiene zu verlagern. Deshalb investieren wir mit dem Bau der NEAT (Gotthard-, Lötschberg- und Ceneri Basistunnel) sehr viel Geld in neue Bahninfrastrukturen durch die Alpen.

Mit der Internationalen Kommunikation Alptransit setzt das BAV einen parlamentarischen Auftrag um. Die NEAT und damit die Investitionen der Schweiz machen nur Sinn, wenn auch die Zufahrten im Norden und im Süden gewährleistet sind. Es gilt daher, unsere Nachbarstaaten für diese Anliegen zu sensibilisieren», erklärt sie.

Konkret werden im Rahmen der Internationalen Kommunikation Alptransit verschiedene Massnahmen umgesetzt. Doris Holzer organisiert unter anderem ein Mal pro Jahr für ausländische Medienschaffende aus Deutschland, Italien und den Benelux-Staaten Reisen in die Schweiz. Doris Holzer: «Die Medienreisen ermöglichen den ausländischen Medienvertreterinnen und -vertretern, das Fortschreiten der Arbeiten im Gotthard Basistunnel hautnah mitzuerleben und damit die Schweizer Verkehrspolitik besser zu verstehen. Bei diesen Besuchen werden auch Themen wie zum Beispiel die Lärmschutzmassnahmen der Schweiz von Bundesexperten erläutert.»

Dem Kontext Rechnung tragen

«Der Kontakt mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen ist einer der schönsten Aspekte meiner Arbeit. Ich musste auch erfahren, dass das gewünschte Ergebnis nur erreicht wird, wenn man dem Kontext Rechnung trägt. Es ist etwas anderes, eine Internationale Konferenz mit hochrangigen Politikern und Wirtschaftsvertretern in Italien zu organisieren als z. B. in Deutschland oder Holland», hebt Doris Holzer hervor. Hinzu komme «der Stolz - als eines von vielen Räder - dazu beitragen zu können, dass unsere Alpen, wie wir es in der Verfassung festgelegt haben, vom Güterschwerverkehr entlastet werden».

In ihrer Freizeit entspannt sich Doris Holzer beim Herstellen von Marionetten, «einem Hobby, das ich seit langer Zeit pflege und bei dem meiner Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Wenn ich mit einer Marionette beginne, weiss ich oft nicht, wie sie am Schluss aussehen wird; damit bleibt jedes Projekt immer sehr spannend».

Letzte Änderung 19.04.2016

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