Sektionschef Klimaberichterstattung und -anpassung

Paul Filliger, Sektionschef Klimaberichterstattung und -anpassung

Paul Filliger

Kyoto, CO2 und vieles mehr: Paul Filliger befasst sich seit über zwei Jahrzehnten in der Bundesverwaltung mit verschiedenen Aspekten der Umweltpolitik. 

Der auf Klimatologie spezialisierte Geograph Paul Filliger begann in den Achtzigerjahren nach dem Abschluss seines Studiums für das Bundesamt für Umwelt zu arbeiten. Geweckt wurde sein Interesse durch eine Stelle in der Sektion für Luftreinhaltung, die ihm erlauben würde, sich weiter mit Luftschadstoffen - dem Thema seiner Dissertationsarbeit - zu befassen.

Der Übergang vom akademischen ins berufliche Milieu gestaltete sich demnach optimal, obwohl - so hält Paul Filliger fest - «die Arbeit in der Bundesverwaltung sehr viel konkreter ist. Zudem weist die Tätigkeit einen engen Bezug zur Politik auf». So müssen die Fachleute zum Beispiel regelmässig den Politikerinnen und Politikern die nötigen Informationen liefern, damit sie in Sachen Umweltpolitik möglichst sachgerecht entscheiden können. Paul Filliger empfindet diese Eigentümlichkeiten seiner Berufstätigkeit als positiv: «Die Tatsache, nach einer Spezialistenausbildung zum Generalisten werden zu müssen, macht das Ganze noch spannender. Es befähigt einen, den Blick fürs Ganze nicht zu verlieren. Die Bundesverwaltung ist in dieser Hinsicht eine gute Schule!»

Im Jahr 2000 wechselte Paul Filliger das Sachgebiet, um sich fortan Klimafragen zu widmen. Den Höhepunkt seiner bisherigen beruflichen Laufbahn erreichte er mit seiner aktuellen Position als Leiter der Sektion Klimaberichterstattung und -anpassung. «Heute beschäftige ich mich vorwiegend mit Daten, insbesondere mit denjenigen zu den CO2-Emissionen der Schweiz», erklärt er. Aber nicht nur dies: Paul Filliger pflegt auch regelmässige Kontakte zur UNO zu Fragen des Kyoto-Protokolls, beurteilt als Sachverständiger die CO2-Emissionen weiterer Länder und begleitet schliesslich die Entwicklung des CO2-Gesetzes.

Der berufliche Werdegang von Paul Filliger brachte ihn mit Themen in Berührung, die in der Öffentlichkeit hochaktuell sind: «Im Internet findet man heutzutage sehr viele Informationen zu Klimafragen; leider sind aber nicht alle wissenschaftlich belegbar, oder sie sind es nur teilweise. In einer emotional oft aufgeheizten Debatte wird es deshalb immer schwieriger, bestimmten Erkenntnissen Gehör zu verschaffen», unterstreicht er.

Hinzu kommt eine weitere grosse Herausforderung: «Als Angestellte der Bundesverwaltung haben wir eine grosse Verantwortung, denn wenn wir beispielsweise Gesetze ausarbeiten, beeinflussen wir die Klimapolitik. Denn es geht darum, für die nächsten 30 bis 50 Jahre gültige und ausgewogene Entwicklungsperspektiven zu erstellen und angemessene Massnahmen vorzuschlagen. Beurteilen werden unsere Klimapolitik dereinst die kommenden Generationen.»

Letzte Änderung 19.04.2016

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